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Auf
dem westlichen Rande der alten Stadt Ostrov-Schlackenwerth
erstreckt sich ein Gebäudekomplex, ehemaliges Piaristenkloster,
von jeher Heiliger Bezirk genannat. Jetziger Zustand dieser
Gebäude erinnert schon gar nicht die Tatsache, dass nur sehr
wenig fehlte und dieses seltene
Barock-Denkmal wäre fast verloren. Von den 50. Jahren des 20.
Jahrhunderts bis zum Jahre 2001 besass das Klosterareal die
tschechoslowakische Armee, hauptsächlich die sakralen Gebäude
sind während dieser Zeit baufällig und
vernichtet geworden Nach der grossen Rekonstruktion
entstanden in dem Konvent die städtische Wohnungen und die
rekonstruierten sakralen Gebäude wurden
für verschiedene kulturelle Zwecke
bestimmt. Die erneuerten Barock-Denmäler, einst nur
schwerlich vorstellbare Tatsache, wurden zum einzigen Zeugnis über
die reiche Vergangenheit dieser Stadt.
Öffnungszeit:
Von
Dienstag bis Sonntag: 9.30 – 12.30, 13.00 – 18.00 Uhr
Eintritt
für die Kirche: 30 Kè, Kinder
bis 6 Jahre: kostenlos , Kinder 6 – 15 Jahre: 20 Kè
Eintritt
für die Kirche und Kapelle mit Führung: 50 Kè
Während
des Konzertes und der Veranstaltungen ist die Klosterkirche
geschlossen, nur Besichtigung
der Kapellen möglich – 40 Kè
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Konvent
- Piaristenschule
Im
Jahre 1666 hat Herzogin
Anna Magdalena von Sachsen Launeburg die Piaristen nach Ostrov /Schlackenwerth/
berufen um da eine lateinische Schule zu gründen und führen.
Sie hat den prager Baumeister Martin Reiner mit dem Bau des
Konvent und der Klosterkirche beauftragt. Beides wurde am 16.
September 1674 festlich
eingeweiht . Diese lateinische Schule - Gymnasium ermöglichte höhere
Studien den Knaben von der ganzen Umgebung. Viele , später
bedeutsame Persönlichkeiten studierten da, irgendeine von ihnen
sind bis zum heutigen Tage bekannt : Barock-Komponist und
badischer Hofkapellmeister Johann Caspar Ferdinand Fischer
/1656-1746/ studierte da in den 70. Jahren des 17. Jahrhunderts.
Zwischen den Jahren 1833-1837 studierte da auch Josef Loschmidt
/1821-1895/, Physiker und Chemiker, einer der Begründer
der Atomphysik. In den 20. Jahren des 20. Jahrhunderts hat in der
Mädchenschule, die da am Ende des 19. Jahrhunderts
Kongregation der Schwester der Christlichen Liebe errichtet
hat, zwei Jahre die tschechische Filmschauspielerin Zita Kabátová
verbracht.
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Die
Sachsen-Lauenburgische Gruftkapelle der hl.
Anna
Den
Grundstein dieser Kapelle hat Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg
am 20. April 1644 gelegt. Für dieses Stamm-Mausoleum hat er einen
Platz am Rande des Schlossgartens gewählt. Die Gruftkapelle wurde
am 16. September 1663 festlich eingeweiht und schon im Jahre 1665
die, des Herzogs Julius Heinrich sterblichen Überreste, da
bestattet wurden. Die Kapelle hat man als achtkantigen Zentral-Bau
mit einem Kuppeldach gebaut. Im Interieur, zwischen den geschmückten
Pfeilern, befinden sich zweistöckige Emporen. Es handelt sich um
eine seltene Architektur, eine der ersten Barock-Zentralbauten in
Böhmen.
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Die
Florianikapelle
Diese
Kapelle hat zwischen
den Jahren 1692-1693 Markgräfin
Franziska Sibylla Augusta von Baden bauen gelassen
zum Andenken und als Dank dem hl. Floriani, dem Beschützer
vor dem Brande. Am 28. Dezember 1691 hat ein grosser Brand das
Schloss vernichtet, die Stadt jedoch verschont hat. - Es handelt
sich um einen Zentralbau, einen Vierkant mit den abschrägten
Ecken. In der Kuppel hat der italienische Maler Paolo Manni die
Szenen des Bethlemitischen Kindermord und in der Laterne die
Heilige Dreifaltigkeit gemalt /
28.12. -Festtag der Unschuldigen Kinder/.
In den Jahren 1793-1852 wurde die Kapelle in ein
Getreidelager und später Klostermobilienlager verändert. Erst im
Jahre 1933 hat man da ein Denkmal der
Gefallenen des ersten Welkriegs errichtet. Nach der
jetzigen Rekonstruktion soll die Kapelle zum Denkmal der Opfer des
Gewalts dieser Gegend werden.
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Maria
Einsiedeln-Kapelle
Es
handelt sich um eine Kopie der Gnadenkapelle in dem
schweizerischen Wallfahrtsort Einsiedeln, die in den Jahren
1709-1710 Markgräfin
Franziska Sibylla Augusta von Baden bauen gelassen hat. Den Bau führte
wahrscheinlich der Hofbaumeister J.M.Sockh. Fast dieselbe, von dem
Baumeister J.M.Rohrer gebaute Kapelle vom Jahre 1715, steht auch
in Rastatt, wohin später die Badener Herrschaft übersiedelt hat.
Die Eingangsfront dieser Kapelle wird reich gegliedert. Über dem
Eingang sieht man die Stifterwappen der Häuser Sachsen- Lauenburg
und Baden, auf beiden Seiten die Reliefe Verkündigung und Geburt
Christi. Auf dem Giebel stehen die Statuen - Jungfrau Maria, hl.
Benedikt und hl. Maurus. Relief
unter ihnen Tod
Jungfrau Maria abbildet. Mit dieser Kapelle ist eine Volkssage
verbunden, in der die unerbittliche Zeit und gefährlicher Helfer
des Baumeisters -der Teufel die Hauptrolle spielen.
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Die
Maria Verkündigung Kirche
Das
Zentrum des ganzen Klosterareals stellt die Maria Verkündigung
Kirche vor, einschiffiger Bau mit dem rechteckigen Presbyterium
und sechs Kapellen. Der hohe Glockenturm wurde durch die Sakristei
erst später mit der Kirche verbunden.
Die drei, zu der Kirche dicht anliegenden einstöckigen
Trakte des Konvent, schliessen den Innenhof mit dem Kreuzgang. Die
Srtirnwand wird ganz einfach gegliedert. -
Aus der Innenausstattung ist nur wenig geblieben, nur Überreste
der Altäre, etliche Statuen und zwei Altarbilder. Es ist aber die
gute Fotodokumentation vorhanden, also das, was nach fünfzig
Jahren geblieben ist, konnte ursprünglicher Weise präsentiert
werden.
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Der ganze
Denkmäler - Komplex fasst
noch eine kleine
Kapelle der Schmerzensmutter Maria, eine Gloriette und Grotte in
dem Klostergarten um.
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